FIT e.V.

Werkstudiumsplatz gesucht?

Sie sind Studierender unserer TU und suchen ein Unternehmen, welches Ihnen ein Werkstudium anbietet? Sie schreiben an Ihrer Bachelor- oder Masterarbeit und suchen noch ein Unternehmen, welches Sie hierbei unterstützt? Kontaktieren Sie uns - wir nennen Ihnen gerne die...


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Informatik Praxistag 2017

 

In diesem Jahr findet unser Informatik Praxistag am 17.11.2017 statt. Wir bieten 18 Firmenmitgliedern die Möglichkeit, sich mit ihrem Messestand unseren Studierenden zu präsentieren:

Accenture, andrena objects, b4value, Capgemini, Computacenter, DCON, Fasihi GmbH,...


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Besuch bei Capgemini

 

Der Verein zur Förderung der Informatik an der TU Kaiserslautern (FIT) richtet regelmäßig Exkursionen zu Firmen aus, an denen Informatikabsolventen interessiert sein könnten. Diese Mal brachte uns der Bus nach Offenbach am Main, um die dortige Niederlassung Capgemini zu besuchen. Capgemini ist mit weltweit etwa 120.000 Mitarbeitern die größte Beratungsfirma mit europäischem Ursprung in der IT Branche. In Offenbach arbeiten etwa zweihundert Softwareentwickler an den technischen Aufgaben.

 

Nach einem kleinen Plausch mit leckeren Häppchen wurde uns zunächst kurz die Firma vorgestellt. Capgemini kennt kaum jemand, aber mit ihren Produkten haben wir häufiger zu tun: die Ingenieure haben zum Beispiel die Systeme hinter der BAföG- und Zugkartenvergabe, aber auch die ZDF Mediathek und die Konzertkartenplattform eventim entwickelt. In Offenbach liegt der Fokus auf "Custom Solutions", also darauf mit dem Kunden gemeinsam eine möglichst spezifische Lösung zu finden und zu realisieren, die entscheidende Marktvorteile sichert. Innovation, hohe Zuverlässigkeit und Wartbarkeit auch nach Jahrzehnten stehen hier im Vordergrund - deshalb braucht das Unternehmen qualifizierte, kompetente Leute.

 

Zwei Alumni der TU Kaiserslautern vermittelten uns einen Eindruck davon, wie man als Entwickler im Unternehmen lebt.b_150_100_16777215_00_images_capgemini-12-07.jpg

Lockeres Betriebsklima, flexible Arbeitszeiten und kurze Kommunikationswege bieten eine gute Grundlage für Spaß an der Arbeit, abgerundet durch reichlich Kaffee, gutes Mittagessen und heitere Zusammenkünfte nach Feierabend. Laura, die sich im Studium mehr der Theorie gewidmet hatte, stellte außerdem heraus, dass es - anders als man es vom Klischee der Softwareentwicklung vielleicht erwartet - reichlich Denksport gibt. Erweiterung und Wartung bestehender Systeme machen nämlich einen wesentlichen Teil der Arbeit aus, und mancher Bug versteckt sich tief in den Wirrungen komplizierter Systeme und muss daher in detektivischer Kleinarbeit aufgespürt werden.

Anschließend wurde uns der Einstieg ins Unternehmen beschrieben, der übrigens auch Bachelorabsolventen offen steht. Zu Beginn von einem persönlichen Mentor unterstützt arbeiten sich grüne Uniabsolventen in den ersten Jahren von Kleinprojekten über Mitarbeit an größeren Brocken bis hin zur ersten Projektverantwortung hoch. Dabei sorgen ein reichhaltiges Fortbildungsangebot und Expertengruppen innerhalb der Firma dafür, dass es nicht an fachlicher und weicher Kompetenz fehlt.

Zwei fachliche Vorträge rundeten das ausgewogene Programm ab. Unter dem Titel "Agile Praktiken in der Theorie und agile Theorien in der Praxis" beschrieb uns ein erfahrener Mitarbeiter, wie die agile Entwicklungsphilosophie Scrum in der unternehmerischen Praxis sinnvoll implementiert werden kann. Zu guter Letzt bekamen wir noch einen Einblick darüber, wie Softwareentwicklungsprojekte mit Mitarbeitern in verschiedenen Ländern funktionieren und worauf besonders geachtet werden muss.

 

Der kurze Besuch bei Capgemini gab uns einen zwar flüchtigen, aber auch interessanten Eindruck davon, was und wie man als Informatiker beziehungsweise Softwareingenieur nach dem Abschluss arbeiten kann. Viel wertvoller waren aber noch die Pausengespräche mit den zahlreich anwesenden Mitarbeitern; hier wurden die für den Einzelnen wichtigen Fragen beantwortet und erste Kontakte geknüpft. Ich glaube, mehr als einmal Worte wie "Praktikum" oder "Bewerbung" begleitet von einer Visitenkarte aufgeschnappt zu haben.

 

 

Wenn du glaubst, dass auch du von etwas Tuchfühlung mit einem informatikverwandten Unternehmen profitieren könntest, halte die Augen offen: auch nächstes Semester wird der FIT wieder Firmenbesuche organisieren.